Lichtdusche
Unsere Empfehlung:
Lichtduschen sind spezielle Leuchten, die zur Lichttherapie eingesetzt werden und das Sonnenlicht simulieren sollen. Die Beleuchtungsstärke einer Lichtdusche muss daher mindestens 2.500 Lux haben, um den Voraussetzungen einer medizinischen Tageslichttherapie gerecht zu werden. Des Weiteren besitzen die therapeutischen Lampen oft eine Schutzoberfläche aus Milchglas, die die UV-Strahlen filtert. Das Licht leuchtet gleichmäßig und flackert dank einer Stromregelröhre nicht. Durch die schwache Lichtintensität an der Oberfläche wird ein Blenden vermieden. Das Licht ist besonders sanft zu den Augen, sodass eine angenehme Therapie möglich ist, die neben Tätigkeiten wie lesen, fernsehen oder Computerarbeit durchgeführt werden kann.
Lichtduschen werden hauptsächlich zur Behandlung von Depressionen, Winterdepressionen und Schlafstörungen eingesetzt. Denn der Mangel an Tageslicht, den die kalte Jahreszeit mit sich bringt, sorgt bei vielen Menschen für Erschöpfungs- und Müdigkeitszuständen, die nicht selten zu Depressionen führen. Da Licht die Ausschüttung verschiedener Hormone beeinflusst, die für unser Wohlbefinden verantwortlich sind, fehlen uns diese bei unzureichend aufgenommenen Lichtmengen im Winter.
Lichtduschen können daher bei täglicher Anwendung den Hormonhaushalt regulieren.
Aus diesem Grund wird die Lichttherapie auch bei Frauen zur Behandlung des prämenstruellen Syndroms angewandt. Sogar bei Krankheitsbildern wie Bulimie, Zwangserkrankungen, Alkoholentzugs-Syndrom, schizophrene Störungen mit depressiver Komponente oder Kopfschmerzen kommt eine Tageslichttherapie in Frage.
Die optimale Zeit für die Lichttherapie ist der Morgen. Am Abend würde der Wachzustand erhöht und der Schlaf gestört werden. Daher wird der abendliche Einsatz der Lichtdusche nur dann empfohlen, wenn eine Schlafstörung vorliegt, bei der der/die Betroffene früh einschläft und früh aufwacht. Die Dauer der Behandlung kann je nach Krankheitssymptomen variieren und beträgt meistens zwischen einer halben Stunde bis zwei Stunden. Auch die Entfernung zwischen Gesicht und Lampe ist maßgebend für die Behandlungsdauer. Empfohlen wird eine Entfernung von 60-110cm, wobei die Therapie umso erfolgreicher ist, je näher das Gesicht der Lichtquelle ist.
Nach einer Woche regelmäßiger Nutzung stellen sich die ersten Therapiererfolge ein.
Nebenwirkungen durch die Lichtbestrahlung sind bei qualitativ guten Lichtduschen sehr selten. Jedoch sollte bei einer Augenerkrankung oder bei Medikamenteneinnahme, die die Lichtempfindlichkeit der Augen beeinflusst, von einer solchen Therapie abgesehen werden.